|
Entstehung eines Gnadenhofs Immer wieder hören wir die Frage, wie wir auf die Idee gekommen sind einen Gnadenhof zu gründen. Eine berechtigte und interessante Frage, aber die Antwort ist noch viel spannender ;) Daher möchten wir hier die chronologische Abfolge der Ereignisse erzählen: Der Beginn: Private Tierhaltung der Familie Remmers-Boruzki (3 Personen) Seit vielen Jahren schon halten die Boruzki's Haustiere. Bisher geht es dabei vor allem um Hunde und Ponies, es waren zwischenzeitlich auch einige Hühner und Hähne, Ziegen und Schafe dabei. Es ergibt sich, dass Kirsten Remmers von den Boruzki's adoptiert wird. Das Mädchen ist sehr pferdebegeistert und wird bald zu groß für die Ponies. Der Zufall kommt ihnen zur Hilfe, Rexona soll 1984 getötet werden, da ihre Mutter ihr ein Auge ausgetreten hat und sie so nicht mehr verkauft werden kann. Familie Remmers-Boruzki tauschen das Fohlen gegen ein Auto ein. Es folgen viele weitere Pferde (hier nur ein Auszug): Die Geschichten der einzelnen Pferde sind auf deren Seiten nachzulesen. Kangals: Barish seit 2006 und Else seit 2003 hier und beide leider bereits verstorben, Attila seit 2006 hier, Sinah seit Januar 2008 hier Aus der Gruppe der Hühner sind zwei Hähne übrig geblieben. Emil und Anton. Die anderen Hühner und Hähne sind teilweise eines natürlichen Todes gestorben, von Wildtieren und Greifvögeln gerissen worden oder überfahren worden. Emil ist 2010 mit ca. 12 Jahren an Altersschwäche gestorben. Seinen Platz hat die Henne Klara eingenommen. Dazu kam dann Karlson das Schwein (aus einer Tombola als Spanferkel 2002) und Anthelonia das Schaf (im Mai 2003 vom Metzger getürmt). Derzeit wurden die Tiere in einem Pachtstall gehalten. In der Zwischenzeit war ein Stall, Paddock und Wohnhäuser finanziert worden. Zusätzlich wurden Weiden angepachtet und die Pferde in den neuen Stall gebracht. Die Tiere wurden in dieser Zeit nach bestem Wissen und Gewissen gehalten, gepflegt, ver- und umsorgt. Die Haltung und Versorgung wurde bis dahin weder von offizieller Stelle (Veterinäramt/verschiedene Tierärzte) noch von anderen Privatpersonen oder durch die Familie selbst in Frage gestellt, daher war aus damaliger Sicht kein Handlungsbedarf gegeben. Die Tiere waren in sehr gutem Zustand und machen einen glücklichen und ausgeglichenen Eindruck. Plötzlicher Tod beider Stiefeltern Mitte 2008 (im Alter von 65 Jahren) Mitte 2008 sind die beiden Stiefeltern von Kirsten plötzlich verstorben. Daraus entstand eine akute finanzielle und personelle Notlage. Die Renovierungs- und Finanzierungskosten von Stall und Wohngebäuden wurden derzeit auf drei Gehälter berechnet, die Unterhalts-, Hufpflege- und Tierarztkosten für die ganzen Tiere, sind für eine Person mit einem normalen Gehalt einfach nicht bezahlbar. Für sie kam es, trotz Überredungsversuchen von Freunden, Familie und Kollegen, nie in Frage eines der liebgewonnenen Tiere, die in der heutigen, leistungsorientierten Welt chancenlosen wären, abzugeben. Sie war der Meinung, dass es irgendeine Lösung in dieser Not geben muss! Daher hat sie sich - auch wenn es schwer fiel - an andere Menschen gewendet und um Hilfe gefragt. Erstellung der Internetseite, verschiedene Aktionen Daniela kam dann in 08.2008 dazu. Eigentlich war sie nur auf der Suche nach einer Reitbeteiligung. Als sie dann aber den Ernst der Lage erkannte musste sie einfach helfen. Sie hat die Internetseite allein erstellt, das Sommerfest 2010 organisiert, zusammen mit Kirsten mit der Presse und den Interessenten gesprochen, praktisch ihre gesamte Freizeit und Geld für die Tiere investiert, die Anwaltskosten für die Erstellung der Satzung ausgelegt da nicht genug Vereinsgelder da waren und sie der Meinung war, dass das vorhandene Geld besser in Heu, Stroh und Futter angelegt ist, zahlt die Vereinsversicherung und den Webspace aus eigener Tasche und vieles mehr. Für Kirsten wäre das alles garnicht möglich gewesen, da sie mit der Versorgung der Tiere schon voll ausgelastet ist und ihr gesamtes privates Geld bereits komplett für Schulden, Versicherungen, Futter und Tierarzt mehr als aufgebraucht ist. Die anfallenden Rechnungen und bestehenden Schulden konnte Sie nur durch Verkäufe von Wertsachen bei Ebay, durch den Verkauf des Böckmann Pferdeanhängers, eines Wagens und eines Hauses irgendwie begleichen. Leider sind diese Möglichkeiten langsam ausgereizt und nur ein Teil der Schulden konnten damit beglichen werden. Dazu kamen einige Spendengelder und Futterspenden, die Teile der Futter- und Tierarztkosten gedeckt haben. Durch ein eigens für die Tiere eingerichtetes Konto wurden die privaten Ausgaben von den Ausgaben für die Tiere klar getrennt. Regelmäßige Besuche von Freunden und Interessenten, die mit anpacken, kamen dann nach und nach dazu. Diese Menschen opfern einen Teil ihrer Freizeit um mitzuhelfen auszumisten, mit den Hunden spazieren zu gehen oder Reparatur-, Pflege- und Verbesserungsarbeiten durchzuführen. Gründung eines Vereins 12.2010 Der Ernst der Lage hat uns dazu gezwungen offizielle Schritte zu gehen. Aufgrund dessen, dass viele Menschen und Firmen nur an gemeinnützige Organisationen Geld geben (Spendenquittung) und sich den offiziellen Status der Gemeinnützigkeit wünschen haben wir nach dem Sommerfest beschlossen diesen Weg zu gehen. In 12.2010 wurde nach langer Vorbereitungszeit und Beratungen durch verschiedene Stellen der Pferdehof Ahaus e.V. zum Zwecke des Tierschutzes in das Vereinsregister eingetragen. Alle aktuelle Ereignisse und Veranstaltungen findet ihr auf der rechten Seite unter "News". Wir freuen uns von euch zu hören!!! Euer Team vom Pferdehof Ahaus e.V. |